Die Idee

Nach einer Studie der Universität Bremen* glauben alle befragten Kinderärzte, dass sich Literatur auf Kinder auswirkt, 55 % halten eine Gesundheitsförderung durch Bücher für möglich und 75 % der Ärzte geben an, dass in ihrem Wartezimmer viel gelesen wird.

idee1In Kinderkliniken kann immer wieder beobachtet werden, wie Lesen den Heilungsprozess fördert und kranken Kindern hilft, die Erfahrung von Krankheit und Schmerz, auch in extremen Situationen, zu bewältigen.
Doch alle Kinder brauchen Bücher: Frühes Vorlesen, Selbstlesen, über das Gelesene reden, sich eine Meinung bilden – das fördert die sprachliche, kognitive und ästhetische, aber auch die emotionale und soziale Kompetenz eines Kindes ganz deutlich und nachweislich.
Das Wartezimmer beim Arzt kann für ein Kind zur Brücke zum Medium Buch werden. Mit fremd- oder zweisprachigen Büchern erreicht man auch Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, besonders wenn die Eltern nur in ihrer eigenen Sprache vorlesen können.

idee2„Lesen macht schlau.“ Kirsten Boie

Oft trifft man in den Wartezimmern verängstigte Kinder an. Sie haben Schmerzen, Angst vor der ungewohnten Umgebung und den fremden Menschen sowie vor dem, was mit ihnen beim Arzt geschieht. Mithilfe von ausgewählten Bilder- und Kinderbüchern kann dieser stressbesetzten Situation begegnet werden.

*Quelle: „Lesen bis der Arzt kommt. Eine Studie zu Kinderliteratur im WartezimmerBremer Kinderärzte“, hrsg. von Jochen Hering, Universität Bremen 2008.